Guten Abend!
Wir freuen uns sehr, dass Sie unseren Internetauftritt besuchen. Sie erfahren hier Interessantes über das Fichtelgebirgsmuseum und erhalten Informationen über aktuelle Sonderausstellungen. Wir halten Sie auch über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden und berichten von Ereignissen und Veranstaltungen in unserem Hause.
Viel Spaß und eine gute Zeit wünscht Ihnen
Ihr Museumsteam
Welt im Wandel – Museen im Wandel
Internationaler Museumstag am 20. Mai 2012
in den Fichtelgebirgsmuseen Wunsiedel und Bergnersreuth
Zum Internationalen Museumstag am 20. Mai 2012 lädt das Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel um 14 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung „Bocksbeutel – typisch fränkisch?“ mit einem Gläschen Frankenwein ein. Um 15 Uhr wird die Museumsleiterin Frau Dr. Zehentmeier zudem in einem reich bebilderten Vortrag die Geschichte des Fichtelgebirgsmuseum erläutern, von der Gründung auf Initiative des Fichtelgebirgsvereins, die Unterbringung in den Räumen des Lyzeums bis zum Umzug ins Sigmund Wann Spital. Zwei kurzweilige unterhaltsame Stunden warten auf die Besucher.
Gleichzeitig findet im Gerätemuseum Bergnersreuth in guter Tradition die 3. Haus- und Hofmesse, diesmal mit Geranienmarkt und Gewinnspiel von 10-17 Uhr statt.
Bocksbeutel – typisch fränkisch ?
Platt-, Feld- und Pilgerflaschen
der Sammlung Karl Schneider, Volkach
- vom 31.3. bis 30.9.2012 im Fichtelgebirgsmuseum, Wunsiedel
- Eröffnung am 30.3. um 19 Uhr
Was wäre Franken ohne Bocksbeutel - fränkische Weine ohne die flachgedrückte Kugelflasche ! Dass der Bocksbeutel als Weinbehältnis in Franken erfunden wurde ist jedoch leider so nicht richtig. Bereits vor der erstmaligen Erwähnung der Abfüllung von Wein aus dem Würzburger Bürgerspital in Bocksbeutelflaschen im Jahre 1726 finden sich um 1600 bereits Flaschen dieser Art in Frankreich, den Niederlanden und England. Zweifelsohne entwickelte sich jedoch der Bocksbeutel zum Synonym für Fränkische Weinkultur. Er gilt weltweit als Symbol für fränkische Individualität und bürgt für hervorragende Qualität des Inhaltes.
Die Ursprünge der Flasche mit Bauch liegen dabei schon in der Antike. Bereits dort verwendete man Vorratsgefäße aus Ton oder Glas in runder Form. Vielfach hatten diese Flaschen keinen Boden, konnten aber dank der Anbringung von Ösen oder Henkeln aufgehängt werden. Man konnte diese Behältnisse so am Körper tragen oder an den Sattel von Last- oder Reittieren hängen. Sie dienten zur Aufbewahrung von Getränken und Tinkturen aller Art, man verwendete die Flaschen bei der Feldarbeit, im Alltag und auf Reisen. Edle Ausformungen gab es auch in Silber und Zinn, aufwändig verziert mit Gravuren. Ab dem 17. Jahrhundert existierten in Europa bereits Bocksbeutelflaschen mit Boden und Emailbemalungen. Besonders Barock und Rokoko bedienten sich des Bocksbeutels als Malgrund. Die Flaschenform eignete sich in allen erdenklichen Größen zur Aufbewahrung von alkoholischen Getränken, also Wein, Bier, Schnaps und Likör. Ein weiteres „Rauschmittel“, der Schnupftabak, wurde auch in „Mini-Bocksbeuteln“ abgefüllt. Sie passten hervorragend in die Westen- und Hosentasche.
Erfahren Sie hier mehr über die Sonderausstellung...
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Internationaler Museumstag am 20. Mai 2012
in den Fichtelgebirgsmuseen Wunsiedel und Bergnersreuth
Zum Internationalen Museumstag am 20. Mai 2012 lädt das Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel um 14 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung „Bocksbeutel – typisch fränkisch?“ mit einem Gläschen Frankenwein ein. Um 15 Uhr wird die Museumsleiterin Frau Dr. Zehentmeier zudem in einem reich bebilderten Vortrag die Geschichte des Fichtelgebirgsmuseum erläutern, von der Gründung auf Initiative des Fichtelgebirgsvereins, die Unterbringung in den Räumen des Lyzeums bis zum Umzug ins Sigmund Wann Spital. Zwei kurzweilige unterhaltsame Stunden warten auf die Besucher.Gleichzeitig findet im Gerätemuseum Bergnersreuth in guter Tradition die 3. Haus- und Hofmesse, diesmal mit Geranienmarkt und Gewinnspiel von 10-17 Uhr statt.
Bocksbeutel – typisch fränkisch ?
Platt-, Feld- und Pilgerflaschen
der Sammlung Karl Schneider, Volkach
- vom 31.3. bis 30.9.2012 im Fichtelgebirgsmuseum, Wunsiedel
- Eröffnung am 30.3. um 19 Uhr
Was wäre Franken ohne Bocksbeutel - fränkische Weine ohne die flachgedrückte Kugelflasche ! Dass der Bocksbeutel als Weinbehältnis in Franken erfunden wurde ist jedoch leider so nicht richtig. Bereits vor der erstmaligen Erwähnung der Abfüllung von Wein aus dem Würzburger Bürgerspital in Bocksbeutelflaschen im Jahre 1726 finden sich um 1600 bereits Flaschen dieser Art in Frankreich, den Niederlanden und England. Zweifelsohne entwickelte sich jedoch der Bocksbeutel zum Synonym für Fränkische Weinkultur. Er gilt weltweit als Symbol für fränkische Individualität und bürgt für hervorragende Qualität des Inhaltes.Die Ursprünge der Flasche mit Bauch liegen dabei schon in der Antike. Bereits dort verwendete man Vorratsgefäße aus Ton oder Glas in runder Form. Vielfach hatten diese Flaschen keinen Boden, konnten aber dank der Anbringung von Ösen oder Henkeln aufgehängt werden. Man konnte diese Behältnisse so am Körper tragen oder an den Sattel von Last- oder Reittieren hängen. Sie dienten zur Aufbewahrung von Getränken und Tinkturen aller Art, man verwendete die Flaschen bei der Feldarbeit, im Alltag und auf Reisen. Edle Ausformungen gab es auch in Silber und Zinn, aufwändig verziert mit Gravuren. Ab dem 17. Jahrhundert existierten in Europa bereits Bocksbeutelflaschen mit Boden und Emailbemalungen. Besonders Barock und Rokoko bedienten sich des Bocksbeutels als Malgrund. Die Flaschenform eignete sich in allen erdenklichen Größen zur Aufbewahrung von alkoholischen Getränken, also Wein, Bier, Schnaps und Likör. Ein weiteres „Rauschmittel“, der Schnupftabak, wurde auch in „Mini-Bocksbeuteln“ abgefüllt. Sie passten hervorragend in die Westen- und Hosentasche.
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