Aktuell

So isst das Fichtelgebirge! - Geschichten rund um Essen und Trinken in der Region.

vom 14.04. bis 20.11.2022

Vom Bergwerk auf den Tisch - wenn es um Essen und Trinken geht, kann das Fichtelgebirge nicht nur mit besonderen Spezialitäten wie Lebkuchen, Kronfleisch oder Liwanzen aufwarten, sondern lieferte auch schon immer die passenden Ess- und Trinkgefäße mit dazu:

mittelalterliches Zinngeschirr für das selbstgebraute Dünnbier, barocke Prunkglasgefäße aus Bischofsgrün für den Cypernwein und herrschaftliche Keramik aus Bayreuth und Creussen für Tafelfreuden, stehen für gelebte Genuss- und Esskultur in der Region bis ins frühe 19. Jahrhundert.

Mit der Industrialisierung kommt schließlich das Porzellan für Bürger und Arbeiter auf den Tisch. Grundlegend hierfür war Carolus Magnus Hutschenreuther, der vom Porzellanmaler aus Wallendorf zum Fabrikanten wird und die Porzellanindustrie begründete. Von ihm ist eine signierte Tasse mit Untertasse zu sehen.

 

Blick in die Ausstellung "So isst das Fichtelgebirge", Brüderstube im Spital, Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel

Es geht um Wild und Fisch, der insbesondere am Bayreuther Markgrafenhof als Pasteten und Braten serviert wurde und im Jagdgarten Kaiserhammer erlegt oder im Weissenstädter See abgefischt wurde. Zwei der berühmten Sechsämterkärtchen zeigen einen Jäger mit Luchs und Rothirsch und einen Fischer mit Hecht.

Man erlebt den Genussmenschen Jean Paul, der am eigenen Leib zwei Hungerskatastrophen miterleben musste. Klar wird, warum deswegen Essen und Trinken so oft in seinen Werken vorkommt. Gezeigt wird Hungerbrot aus dem Jahr 1816 und der Zinn-Hungerteller, auf dem die extrem hohen Lebensmittelpreise eingraviert wurden. Deutlich wird auch, warum der Gugelhupf eine Erfindung des gemütlichen Biedermeiers ist und wieso die Gründerzeittafel unbedingt mit Porzellan aus dem heimatlichen Fichtelgebirge gedeckt sein musste. Zu jedem Ausstellungsbereich gibt es Rezepte aus historischen Kochbüchern der Region zum Mitnehmen und Nachkochen. Die Geschichten werden in aufwändigen Inszenierungen und mit Objekten aus der Sammlung der Fichtelgebirgsmuseen, unter anderem 18 Ochsenkopfgläsern, erzählt.

Rund um die Ausstellung finden zahlreiche Kurse, Vorträge und Aktionen statt: Begleitbroschüre zum Ausstellungsprojekt.

 

Ansprechpartnerin:
Dr. Sabine Zehentmeier-Lang, Museumsleitung
Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Spitalhof 3
95632 Wunsiedel
zehentmeier@fichtelgebirgsmuseum.de
 

 

gefördert von: Kulturfonds Bayern, Oberfrankenstiftung; in Kooperation mit: Genussregion Oberfranken e.V., Naturpark Fichtelgebirge



 

Shooting Stars –
Analoge Kameralegenden & Perpetual Calendar von Antonia und Alexander Feig, Selb

vom 29.04.2022 bis 30.04.2023

Diana DeLuxe Kamera, Shooting Stars im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel

Der aktuelle Wandkalender *SHOOTING STARS* von Antonia & Alexander Feig aus Selb widmet sich dem Thema analoge Fotografie, ein Rückwärtstrend, der Jung und Alt neu begeistert. Gezeigt werden legendäre und auch kuriose Fotoapparate aus sechs Jahrzehnten: Die Kameras selbst stehen als analoge Legenden der Fototechnik im Mittelpunkt der Ausstellung.

Die Zusammenstellung der Kameras besticht vor allem durch Ihre Internationalität. Es finden sich Klassiker aus Ost und West des einst geteilten Deutschlands, wie Praktica, Leica, Rollei und Agfamatic im Kalender und der gleichnamigen Ausstellung „SHOOTING STARS“. Aber auch Kuriositäten wie das Modell DIANA, eine Kamera komplett aus Kunststoff. Das fotografische Ergebnis wird wegen seiner weichen Optik der Sparte Lomographie zugerechnet.

Die analoge Wirklichkeit fand ihren festen Platz in den Fotoalben der Familien: Zeitzeugnisse ohne Filter gebannt auf lichtempfindlichen Filmen, in der Dunkelkammer entwickelt. Somit zählen die Jahre zwischen 1950 und 2000 womöglich zu den ehrlichsten in der Bilddokumentation.

Analoge Fotografie ist Entschleunigung pur. Augenblicke wahrnehmen und gestalten ist beim Fotografieren mit analogen Kameras ein bewusster Vorgang und unerlässlich für das gute Ergebnis.

Analoge Freizeit als digitale Freiheit.

Im Rahmen der Ausstellung finden begleitende Aktionen und Veranstaltungen statt.

Es gelten die jeweils aktuellen Corona Regeln!

Ansprechpartnerin:
Ronja Storch M.A.
Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Spitalhof 3
95632 Wunsiedel
ronja.storch@fichtelgebirgsmuseum.de


 

Projekt- Ausstellung
Kulturstadtplan Bayern-Böhmen

bis 13.09.2022 im Möbelsaal des Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel

Skizzen der bayerischen Künstlerin aus der Stadtexpedition in Wunsiedel

Kulturelle Highlights in Wunsiedel und Franzensbad (Františkovy Lázně) grenzüberschreitend entdecken? Dazu laden die zweisprachigen bayerisch-böhmischen Kulturstadtpläne der beiden Städte ein, sich individuell auf einen Spaziergang zu den Kulturorten und –plätzen zu begeben und historische Persönlichkeiten kennen zu lernen.

Passend zum Kulturstadtjahr Bayern-Böhmen Wunsiedel 2021 des Centrum Bavaria Bohemia (Schönsee), erarbeiteten die Fichtelgebirgsmuseen und das Stadtmuseum Franzensbad (Městské muzeum Františkovy Lázně) im Projekt „Kulturstadtplan Bayern-Böhmen 2021“, gemeinsam mit Kulturakteuren und Bürgern, zweisprachige Kulturstadtpläne für die beiden Nachbarstädte.

Die künstlerisch gestalteten Stadtpläne und Hintergründe zum Projekt sind in einer Ausstellung im Möbelsaal des Fichtelgebirgsmuseum zu sehen.

In den beiden Museen sind die grenzüberschreitenden Kulturstadtpläne kostenlos erhältlich und stehen online zum freien Download zur Verfügung.

Das Projekt wird gefördert aus dem Dispositionsfonds der Euregio Egrensis.

Ansprechpartnerin:
Christina Heydenreich M.A.
Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Spitalhof 3
95632 Wunsiedel
Tel.: 09232/2032
www.fichtelgebirgsmuseum.de
heydenreich@fichtelgebirgsmuseum.de